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Spatenstich für Baumwipfelpfad

v.l.n.r.: Martin Neumeyer (Vorstandsvorsitzender Bayerische Staatsforsten), Heinrich Rudrof (MdL), Johann Kalb (Landrat Landkreis Bamberg), Staatsminister Helmut Brunner, Max-Dieter Schneider (Bürgermeister Markt Ebrach), Dr. Erich Wiesner (Geschäftsführer WIEHAG-GmbH)

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Baubeginn im Steigerwald

Ebrach, 6. Juli 2015 - Mit dem Spatenstich hat Staatsminister Helmut Brunner am heutigen Montag die heiße Phase für den Bau des Baumwipfelpfades in Ebrach eingeläutet. In den kommenden rund acht Monaten wird im Steigerwald ein imposantes Bauwerk entstehen. Es wird die Region touristisch aufwerten und Besuchern im Verbund mit dem Steigerwald-Zentrum in Handthal die Vorteile einer nachhaltigen Waldpflege und des nachwachsenden Wertstoffs Holz erlebbar machen.

„Die Wälder des Steigerwalds sind ein Musterbeispiel für die gelungene Verbindung von bewusstem Wirtschaften und gezieltem Naturschutz im Wald. Sie sind nicht trotz, sondern gerade durch eine jahrhundertelange, pflegliche Bewirtschaftung überhaupt erst entstanden.“ Mit diesen Worten leitete der sichtlich erfreute Staatsminister Helmut Brunner, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender des Bauherrn Bayerische Staatsforsten ist, die heiße Phase des Baus am Baumwipfelpfad ein. Nachdem in den letzten Wochen bereits erste Arbeiten für das Gastronomie- und Verwaltungsgebäude sowie den Parkplatz durchgeführt wurden, beginnen nun direkt im Anschluss an den Spatenstich die Arbeiten am eigentlichen Baumwipfelpfad. Grund für den zügigen Beginn ist der straff terminierte Zeitplan. Bereits am 19. März kommenden Jahres sollen die ersten Besucher den über 1,1 km langen Weg zurücklegen. Kernstück des Pfades ist der Aussichtsturm, wo die Besucher in einer Höhe von 41 Metern den Blick über den Steigerwald genießen können. Die einzigartige, kelchförmige Bauweise des Turms sorgt für sich stets verändernde und aufregende Perspektiven, nicht zuletzt auf eine Buche, um die der Turm herum gebaut wird. Besucher haben so die Möglichkeit, die mächtigen Bäume aus allen denkbaren Blickwinkeln zu erleben. „Die einzigartige Konstruktion und die besondere Lage machen den neuen Baumwipfelpfad zu einer touristischen Attraktion, von der wir uns einen wichtigen Impuls für die Region erwarten“ schwärmte der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, von dem Vorbildprojekt für naturnahe und nachhaltige Waldbewirtschaftung.

Was nach der Fertigstellung leicht und luftig wirkt, ist tatsächlich technisch höchst aufwändig und beeindruckend konstruiert. So werden die Fundamente für die Stützen des Pfades mit Erdankern von einer Länge von bis zu 15 Metern befestigt. Für den Bau des Baumwipfelpfades wird hauptsächlich Douglasien- und Lärchenholz aus Bayern oder dem benachbarten Österreich verwendet.

Dabei werden mehr als 1400 m3 Holz verbaut und damit rund 1400 Tonnen CO2 langfristig gebunden. Die Bayerischen Staatsforsten investieren mit Förderung durch den Freistaat Bayern fast neun Millionen Euro in dieses Leuchtturmprojekt.

Um das Gelände überhaupt mit den Schwerlastkränen befahren zu können, werden temporäre Baustellenzufahrten aus heimischem Schotter sowie mobile Baustraßen angelegt. Die Fahrzeuge bewegen sich auf den mobilen Baustraßen bodenschonend auf Aluplatten, die auf ca. 800 m³ Hackschnitzeln liegen. Die Aluplatten und die Hackschnitzel werden nach Abschluss der Bauarbeiten wieder entfernt. Als Generalunternehmer für den Baumwipfelpfad firmiert die Firma Wiehag, die umfangreiche Erfahrung mit dem Bau von Baumwipfelpfaden vorzuweisen hat. Im Rahmen des Ausschreibungsverfahrens für das Gastronomie- und Verwaltungsgebäude kamen auch einige Unternehmen aus der Region zum Zug: „Ich freue mich, dass schon in der Bauphase einiges von der Wertschöpfung in der Region bleibt“, sagte Martin Neumeyer beim Spatenstich. „Möglichst viele Menschen in der ganzen Region sollen von den Investitionen profitieren.“

Bis zum Herbst sollen Pfad, Turm und Gebäude fertiggestellt sein. Für die erwarteten 175.000 Besucher pro Jahr werden zudem Parkmöglichkeiten für 350 PKW und zehn Busse geschaffen. 

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